Folgend werden die bekanntesten Universitäten und Hochschulen in der Schweiz vorgestellt.

 

Universitäten

Die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne ist eine technisch-naturwissenschaftliche Universität. Die EPFL ist in sieben Fakultäten gegliedert und bietet auf Bachelorstufe 13 und auf Masterstufe 24 Studienprogramme an. Zurzeit sind knapp 10‘000 Studentinnen und Studenten immatrikuliert. Der Campus der Hochschule befindet sich in unmittelbarer Nähe des Genfersees und schliesst direkt an den Campus der Universität Lausanne.

Die EPFL ist eingebunden in den ETH-Bereich des Bundes, welcher daneben auch die ETH Zürich umfasst.

Die ETH Zürich wurde 1855 unter dem Namen Polytechnikum gegründet. Ihr Angebot ist etwas grösser als das der EPFL und umfasst 23 Bachelor- und 42 Masterstudiengänge auf den Gebieten der Ingenieurwissenschaften, Architektur, Mathematik, Naturwissenschaften, systemorientierten Wissenschaften sowie der Management- und Sozialwissenschaften. Hier wird Forschung gross geschrieben. Sie zählt rund 18‘500 Studierende. Das Hauptgebäude befindet sich in der Stadt, unmittelbar neben der Universität Zürich. Ein weiterer Standort ist auf dem Hönggerberg. Die ETH Zürich brachte 21 Nobelpreisträger hervor, darunter Albert Einstein, Leopold Ruzicka und Wolfgang Pauli.

 

Die Universität Basel wurde 1460 gegründet und ist somit die älteste Universität der Schweiz. Sie ist in sieben Fakultäten unterteilt und wird zurzeit von ca. 12‘500 Studierenden besucht. Eigenart der Uni Basel sind Studiengänge wie African Studies und Gender Studies. Die Uni ist Mitglied im EUCOR – Hochschulverbund Oberrhein, wo sie zusammen mit den Universitäten Freiburg im Breisgau, Karlsruhe, Strasbourg und Mulhouse zahlreiche Lehr- und Forschungsprogramme anbietet. Weltweit bekannt ist zudem das interdisziplinäre Biozentrum, welches gleichzeitig das grösste naturwissenschaftliche Departement an der Uni Basel ist.

 

Die Universität Bern zählt mit ihren 17‘000 Studierenden zu den vier grössten universitären Hochschulen der Schweiz. Sie bietet über 40 Bachelor- und über 70 Masterstudiengänge sowie zahlreiche Weiterbildungen an, die einer von insgesamt acht Fakultäten zugeordnet sind. Die Studiengänge Theaterwissenschaften, zentralasiatische Kulturwissenschaft und interreligiöse Studien werden einzig an der Universität Bern angeboten.

 

Die Universität Fribourg bietet ihre Studiengänge an fünf Fakultäten an. Dabei ermöglicht sie als einzige Hochschule schweizweit das Studium zweisprachig zu absolvieren. Die Studierenden können wählen, ob sie die Fächer in der Deutschen oder Französischen Sprache belegen möchten. Die Stadt Fribourg selbst ist eine typische Universitätsstadt, was daher rührt, da auf 40‘000 Einwohner 10‘000 Studentinnen und Studenten treffen. Des Weiteren besteht auch für Personen, welche keine gymnasiale Matura haben, die Chance, an die Universität zugelassen zu werden (ausgenommen Wirtschaftliche- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, sowie Medizin).

 

Mit rund 13‘400 Studierenden gehört die Universität Genf eher zu den grösseren Hochschulen der Schweiz. Die Universität umfasst sieben Fakultäten, hinzukommen noch die Schule für Übersetzen und Dolmetschen, l’Institut européen de l’Université de Genève (IEUG) und l’Institut universitaire de formation des enseignants (IUFE). Der grösste Teil der Studienveranstaltungen werden auf Französisch durchgeführt, einzelne aber auch auf Englisch. Mit einem Anteil von 40% an ausländischen Studierenden hat sie eine starke internationale Ausrichtung. Ein weiteres Wesensmerkmal der Universität Genf ist die starke Verbindung zu internationalen und Nichtregierungsorganisationen. Neben Fribourg bietet auch die Universität Genf die Möglichkeitan, ohne Maturitätsabschluss zum Studium (ausgenommen Medizin) zugelassen zu werden.

 

Nahe des Genfersees liegt die Universität Lausanne. Mit einer Zahl von 11‘500 Studentinnen und Studenten gehört sie zu den mittelgrossen Hochschulen der Schweiz. Sie zählt sieben Fakultäten, dessen Studiengänge in Französisch angeboten werden. Hier wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit gross geschrieben. Ein Beispiel dafür liefert die Fakultät der Geowissenschaften und Umwelt, welche das umfassende Fachwissen der Humangeografie, der Physik sowie der Geologie und der Umweltwissenschaften vereint. Schweizweit einzigartig ist auch der Studiengang der Forensischen Wissenschaften und Kriminologie, sowie die Möglichkeit Kinogeschichte und –ästhetik im Hauptfach zu studieren. Die Universität Lausanne ermöglicht ebenfalls Personen, die über 25 Jahre alt sind und keine Matura haben, zu studieren.

 

In Luzern steht die jüngste Universität der Schweiz. Mit ungefähr 3‘000 Studierenden gehört sie auch zu den kleinsten Schweizer Hochschulen. Die Grösse der Hochschule bewirkt eine persönliche Atmosphäre und ein gutes Betreuungsverhältnis zwischen den Dozenten und den Studierenden. Sie bietet folgende drei Fakultäten an: die Theologische, die Rechtswissenschaftliche sowie die Kultur- und Sozialwissenschaftliche. Besonderheiten der Universität Luzern sind das Institut für Jüdisch-Christliche Forschung, sowie die starke Zusammenarbeit der drei Fakultäten.

 

Eher zu den kleineren gehört die Universität in Neuenburg. Sie zählt rund 4‘200 Studentinnen und Studenten, welche an den fünf verschiedenen Fakultäten studieren. Ähnlich wie an der Universität Luzern, herrscht auch hier an der Universität in Neuenburg aufgrund ihrer Grösse ein persönliches Klima. Die Unterrichtssprache ist Französisch. Auch an dieser Universität haben Personen ohne Matura, welche das 25. Lebensjahr vollendet haben, die Möglichkeit zum Studium zugelassen zu werden. Lediglich der Zugang zum Pharmazie- und Medizinstudium wird nicht gewährt.

 

Auf Wirtschaft und Recht hat sich die Universität St. Gallen hauptsächlich spezialisiert. Sie besteht aus 30 Instituten und Forschungsstellen, die wiederum in vier Abteilungen unterteilt sind. Dabei handelt es sich um die Betriebswirtschaftliche, die Volkswirtschaftliche sowie um die Juristische und die Kulturwissenschaftliche Abteilung. Zurzeit sind ungefähr 6‘400 Studierende angemeldet. Die Uni St. Gallen ist sehr gut international vernetzt und bietet zahlreiche Programme mit Partneruniversitäten in Europa, Amerika, Kanada, Australien und Asien an.

 

Die Universität der italienischen Schweiz USI umfasst folgende vier Fakultäten: die Architekturakademie, Wirtschaftswissenschaften, Kommunikations- und Informatikwissenschaften. Mit ihren rund 2‘500 Studentinnen und Studenten gehört sie zu den kleineren Schweizer Universitäten. Die Unterrichtssprachen sind Italienisch und Englisch. Es werden lediglich Grundkenntnisse in Italienisch vorausgesetzt, da man seine sprachlichen Fähigkeiten in den kostenlosen Sprachkursen vertiefen kann. Die USI pflegt Hochschulpartnerschaften zu der Uni Fribourg, der ETH Zürich, der EPFL und den italienischen Universitäten der Lombardei (Milano, Pavia und Venezia).

 

Mit 26‘000 Studierenden und über hundert Haupt- und Nebenfächern ist die Universität Zürich die grösste Hochschule der Schweiz. Die Uni umfasst sieben verschiedene Fakultäten. Ausserdem setzt sie in naturwissenschaftlichen Fächern ein wesentliches Merkmal auf die Zusammenarbeit mit der ETH Zürich. Bezüglich Forschung legt sie Schwerpunkte auf interdisziplinäre Fächer wie zum Beispiel „Asien und Europa“. Einzigartig ist auch das Angebot an Studiengängen wie Populäre Kulturen oder Wirtschaftschemie.

 


 

Fachhochschulen

Die Fachhochschulen in der Schweiz bilden, wie in Deutschland und Österreich auch, einen integralen Bestandteil des dualen Bildungssystems (engl.: University of Applied Sciences, срп.: Универзитет Примењених Наука)

In der Schweiz existieren 7 Fachhochschulen. Diese Hochschulen erlauben es Personen, die eine Lehre abgeschlossen sowie eine Mittelschule absolviert haben, einen Hochschulabschluss in ihrem Fachbereich abzuschliessen.

Die Fachhochschulen sind vom europäischen Bologna System anerkannt. Den Titel Bachelor of Science kann man an allen Fachhochschulen abschliessen. Viele Fachhochschulen bieten zudem die Möglichkeit auch einen Master of Science in der entsprechenden Studienrichtung abzuschliessen. Das Masterstudium kann nach erfolgreich abgeschlossenem Bachelor of Science an einer Fachhochschule ebenfalls an Universitäten weitergeführt werden. Das Doktorieren ist jedoch einzig an Universitäten möglich.

Das Studium an den Fachhochschulen ist generell praxisorientierter als an Universitäten.

In der Schweiz gibt es folgende 7 Fachhochschulen:

 

Zürcher Fachhochschule (ZFH)

Die Zürcher Fachhochschule ist grösste und älteste Fachhochschule der Schweiz. Sie ist in 16 Departemente gegliedert. Diese sind auf 6 Lokalitäten im Kanton Zürich verteilt.

Weitere Informationen: www.zfh.ch

 

Hochschule Luzern (HSLU)

Die Hochschule Luzern ist die Fachhochschule der Zentralschweiz. Die Räumlichkeiten sind auf 3 Lokalitäten in den Kantonen Luzern und Zug verteilt.

Weitere Informationen: www.hslu.ch

 

Fachhochschule der nordwestschweiz (FHNW)

Die Fachhochschule Nordwestschweiz ist in 9 Departemente gegliedert und auf 4 Lokalitäten in den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land und Solothurn angesiedelt.

Weitere Informationen: www.fhnw.ch

 

Berner Fachhochschule (BFH)

Die Fachhochschule Bern ist in 6 Departemente gegliedert und befindet sich an 6 Lokalitäten im Kanton Bern.

www.bfh.ch

Scuola Universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI)

Die Fachhochschule SUPSI ist in 6 Departemente gegliedert, die sich an 3 Lokalitäten im Kanton Ticino befinden.

Weitere Informationen: www.supsi.ch

 

Fachhochschule der Ostschweiz (FHO)

Die Fachhochschule der Ostschweiz ist in 4 Departemente gegliedert, die sich an 4 Lokalitäten in den Kantonen Graubünden und St. Gallen befinden.

Weitere Informationen: www.fho.ch

 

Fachhochschule der Westschweiz (Haute Ecole Spécialisée de Suisse occidentale, HES-SO)

Die Fachhochschule der Westschweiz (HES-SO) ist in 20 Departemente gegliedert, die sich an 15 Lokalitäten in den Kantonen Genf, Waadt, Neuenburg, Freiburg, Jura und Bern befinden.

Weitere Informationen: www.hes-so.ch

 

Private Fachhochschulen

Die Fachhochschule Kalaidos ist eine auf Wirtschaftswissenschaften spezialisierte Fachhochschule und befindet sich in Bern und Zürich.

Weitere Informationen: www.kalaidos-fh.ch

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